Die Fehlerbehebung bei Druckmaschinen ist oft zeitaufwändig. Auftretende Probleme sollen aber meist umgehend gelöst werden. Anstatt eine schnelle Lösung zu suchen, ist es langfristig besser, die Zeit zu investieren, die man benötigt, um der eigentlichen Ursache des Problems auf den Grund zu kommen. Zeit und Geduld zahlen sich hier aus.
Sobald ein Problem festgestellt wird, sollte der Bediener jede einzelne Stufe des Prozesses genauestens überprüfen. Zunächst ist festzustellen, in welcher Prozessstufe das Problem auftritt, um die Ursache ermitteln zu können. Nachstehend geben wir einige Hinweise, wie man eine Reihe weit verbreiteter Probleme umgehen kann. Denken Sie daran, stets über die Probleme und Lösungen Protokoll zu führen. Ein solches Protokoll kann sich beim nächsten Vorfall als wertvolle Hilfe erweisen.
Denken Sie auch daran, die ursprünglichen Einrichtungsparameter zu notieren, bevor Sie mit der Fehlerbehebung beginnen. Gehen Sie Schritt für Schritt vor. Wenn das nicht erfolgreich sein sollte, stellen Sie die ursprünglichen Parameter wieder her und verfolgen Sie einen anderen Weg.
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| Schneidkanten ungenau |
Falscher Messerwinkel |
Messer mit 22° Schneidwinkel und einer prefase von 28° verwenden |
| Schneidwerkzeuge verschlissen |
Ausreichend scharfe und präzise Schneidwerkzeuge verwenden |
| Folienstapel zu hoch |
Stapelhöhe reduzieren: ca. 10 cm sind empfehlenswert |
| Δ Zum Seitenanfang |
Schlechte Bogenführung
(Anhaften, Doppeleinzug usw.) |
| Falsche Lagerung oder Handhabung |
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| Folien möglichst in der Originalverpackung belassen und möglichst 24 Stunden vor Gebrauch im Drucksaal lagern; relative Luftfeuchtigkeit von mindestens 55% ist empfehlenswert |
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| Maximal zwei Paletten übereinander stapeln |
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| Keine Luft zwischen den Folien |
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| Folien vor dem Drucken auffächern und/oder anheben |
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| Folien haften wegen elektrostatischer Aufladung aneinander oder an der Maschine |
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| Folien mit ionisierter Luft separieren |
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| Druckgeschwindigkeit zu hoch |
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| Druckgeschwindigkeit reduzieren (maschinenabhängig) |
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| Δ Zum Seitenanfang |
| Unzureichende Farbhaftung |
Ungeeignete Farbe |
Druckfarbe verwenden, die für entreprechendes Polymer geeignet ist |
| Oberflächenspannung zu niedrig |
Vorbehandelte Folie verwenden (Corona, DYNOX®) |
| Δ Zum Seitenanfang |
Druckfarbe nicht kratzfest
Folien haften nach dem Drucken aneinander
Druckfarbe wird auf nächste Folie übertragen
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Ungeeignete Druckfarbe |
Druckfarbe verwenden, die für entsprechendes Polymer und Trocknungsverfahren geeignet ist |
| Druckfarbe nicht ausreichend ausgehärtet/getrocknet |
Trocknung durch Wegschlagen: Luftzufuhr und ggf. Lufttemperatur erhöhen |
| UV-Trocknung: UV-Heizung optimieren/säubern |
| Oxidationstrocknung: Folie mit ausreichender Rauigkeit verwenden / Zusammensetzung des Feuchtmittels prüfen (pH-Wert) |
| Δ Zum Seitenanfang |
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| Folie reißt |
Stanzwerkzeug beschädigt |
Stanzwerkzeug oder Stanzträger austauschen |
| Folie zu kalt |
Keine Folien bei Temperaturen unter 15°C verarbeiten |
| Schlagzähigkeit der Folie nicht ausreichend |
Folie mit höherer Schlagzähigkeit verwenden |
| Δ Zum Seitenanfang |
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| Haftfestigkeit der Klebelinie nicht stark genug |
Ungeeigneter Klebstoff |
Nur Klebstoff verwenden, der für das verwendete Polymer freigegeben ist |
| Maschinengeschwindigkeit zu hoch |
Geschwindigkeit einstellen |
| Kontaktdruck zu niedrig oder Kontaktzeit zu kurz |
Druck erhöhen/Zeit verlängern |
| Δ Zum Seitenanfang |
| Klebelinie verfärbt sich (APET, GAG-PET) |
Klebstoff enthält Lösungsmittel |
Reaktiven Schmelzklebstoff (PU- Hotmelt) verwenden (APET, GAG-PET); ggf. Klebstoff mit langsamer Abbindung verwenden (GAG-PET) |
| Δ Zum Seitenanfang |
| Lufteinschlüsse in der Klebelinie (PU-Hotmelt) |
Kontaktdruck zu niedrig |
Geeigneten Klebstoff verwenden |
| Δ Zum Seitenanfang |
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